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Projekt „Alterssimulationsanzug – Perspektivwechsel Pflege erleben“

Im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung nimmt die Auseinandersetzung mit den physischen und kognitiven Veränderungen im Alter eine zentrale Rolle ein. Der Projekttag mit dem Alterssimulationsanzug bietet den Auszubildenden des Kurses PF 21 die Möglichkeit, sich praxisnah und erfahrungsorientiert mit den Herausforderungen des Alters auseinanderzusetzen.

Ziel des Projekts ist es, durch den Perspektivwechsel Empathie und Verständnis für die Lebensrealität älterer Menschen zu fördern. Die Teilnehmenden erleben durch den Anzug typische Einschränkungen im Alter, etwa verminderte Beweglichkeit, eingeschränktes Seh- und Hörvermögen sowie eine reduzierte Feinmotorik.

Der Projekttag wird in Kooperation mit der DAK Gesundheit durchgeführt, die den Alterssimulationsanzug sowie fachliche Unterstützung bereitstellt.

Die Zusammenarbeit mit der DAK Gesundheit ermöglicht einen professionellen Rahmen und unterstützt die nachhaltige Verankerung von gesundheitsbezogenen Bildungsthemen im Pflegeunterricht. Das Projekt stärkt zudem die interaktive und handlungsorientierte Ausrichtung der Ausbildung.

Selbsterfahrung mit dem Alterssimulationsanzug

Im Zentrum des Projekttages steht die praktische Selbsterfahrung mit dem Alterssimulationsanzug. Die Auszubildenden übernehmen abwechselnd die Rolle einer älteren, in ihrer Mobilität und Wahrnehmung eingeschränkten Person und die Rolle der beobachtenden Begleitperson. Ausgestattet mit dem Anzug absolvieren sie typische Alltagssituationen wie das Gehen über Treppen, das Ankleiden, das Schreiben oder das Essen – Aufgaben, die unter den erschwerten Bedingungen zu einer besonderen Herausforderung werden.

Diese Erfahrungen werden im Tandem reflektiert: Die beobachtenden Auszubildenden dokumentieren die Beobachtungen zur Beweglichkeit, Selbstständigkeit und emotionalen Reaktion ihrer Partnerin oder ihres Partners. Anschließend findet ein gezielter Austausch im Duo statt, bei dem die subjektiven Eindrücke und Wahrnehmungen gemeinsam besprochen werden. Dieser Perspektivwechsel eröffnet den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Lebensrealität älterer Menschen und fördert das Verständnis für die Auswirkungen altersbedingter Einschränkungen im Pflegealltag.